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Die Museen


Der Gouverneurspalast in Bastia [Foto L Acquaviva]


Die Wächter der Kunst und der Geschichte

Viele archäologische Museen veranschaulichen die Präsenz der Kulturen, die Korsika bevölkert haben. Von Filitosa bis zur Dame von Bonifacio: Die Spuren der Vergangenheit sind zahlreich.

Die Kunst, ein wenig aktueller, ist ebenso vertreten. Zum Beispiel durch die anspruchsvolle Sammlung italienischer Primitiver im Fesch Museum von Ajaccio, eine der prächtigsten nach der Kunstgalerie des Louvre von Paris.

Die Dynamik der Kunstszene wird das ganze Jahr über auch durch die vielen Ausstellung deutlich
Viele Initiativen, wie der Regionalfond für zeitgenössische Kunst, umgeben und stimulieren diese kreative Vielfalt.


Die archäologischen Museen

  • Das archäologische Museum LICNICOI [ Albertacce ]
  • Das Jérome Carcopino Museum [ Aléria ]
    Das Museum der Ausgrabungsstätte, das Matra Fort, zeigt in elf Räumen Material, das in Aleria gesammelt wurde und vom 5. Jahrhundert v. C. bis zum 5. Jahrhundert n. C. reicht.

    Die ersten beiden Räume konzentrieren sich auf die römische Stadt; neben Objekten des täglichen Lebens (Spulen, Amphoren, kleine Webrahmen) tauchen einige Spuren (Lampen mit eingravierten Chistusmonogrammen) auf, die die lange christliche Vergangenheit der Insel bezeugen. Denn Aleria, gegründet in der ersten Hälfte des 4. Jahrhunderts, war die erste Kathedralenstadt der Insel.

    Die anderen neun Räume sind der vorromanischen Nekropolis von Casabianda gewidmet.

    Glasöfen, Kelche, attische und "campamensische" "lecythes", "oenoches" und etruskische "stamnos" (griechische Vase zur Weinbevorratung) verdeutlichen die Pracht des pre-romanischen Alalia.

    Um die Homogenität der entdeckten Einrichtungen zu bewahren, zeigen die meisten Schaukästen alle archäologischen Materialien, die in einem Grab gefunden wurden. Auf diese Weise werden mehr als 5000 Objekte gezeigt. Diese Anzahl verdoppelte sich 1992 mit der Eröffnung der ersten Etage.

    Jean-Claude Ottaviani Kurator
  • Das Museum für korsische Ethnographie [ Bastia ]
  • Das archäologische Museum [ Levie ]
    Die archäologischen Sammlungen haben ihren Ursprung meist in den Ausgrabungen der Fundorte auf dem Plateau von Pianu bei Levie (Caleca, Capula, Cucuruzzu, Curacchiaghiu, Nuciaresa, Santa Catalina...). Das Museum präsentiert verschiedene Stücke, die sich auf die Lebensführung und angeeigneten Techniken vom Preneolithikums (7. Jahrtausend vor unserer Zeitrechnung) bis in das Mittelalter (15. Jahrhunderts A.D) beziehen.

    Preneolithikum (7. Jahrtausend)
    Wir nehmen die einzigen Spuren menschlicher Existenz dieser Zeit wahr, die auf Korsika entdeckt wurden (6570 v. C.) und ebenso eine Skelett einer Tierart, die mittlerweile ausgestorben ist (der Prolagus Sardus Wagner).

    Neolithikum (6. - 3. Jahrtausend)
    Alle Innovationen des Neolithikums sind gut vertreten: die Erfindung der Töpferei, die Verwendung von Werkzeugen zur Steinbearbeitung, die Domestizierung von Tier- und Pflanzenarten. Geprägte Töpferarbeiten ("curasien"), kardiale Töpferarbeiten und solche mit eingeschnitzten und plastischen Dekorationen werden immer in Verbindung mit den entsprechenden Werkzeugen gezeigt, die man zu ihrer Bearbeitung benutzte. Die Geschichte der ersten Tierhaltungen ist mit Hilfe einmaliger Sammlungen vollständig dokumentiert worden. (komplette Skelette von Tierarten die ab dem 6. Jahrtausend domestiziert wurden).

    Kreidezeit (2700 /2500 v. C.)
    Die Entdeckung eines neuen Metalls (Kupfer) und die damit verbundene Einführung neuer Werkzeuge (Flachäxte) kennzeichnen das Ende des Neolithikums.

    Bronzezeit (1800 bis 700 v. C.)
    Die Benutzung einer neuen Art von Geschirr (Krüge oder Töpfe mit großem Volumen und flachem Boden) zeigt, daß man Vorratsbehälter für Lebensmittel brauchte, die besser an diesen neuen Lebensstil angepaßt waren. Die Präsentation der neuen Art von Unterkünften (die Castellu) findet in den beiden für Besucher geöffneten archäologischen Anlagen (Capula und Cucuruzzu) statt.

    Eisenzeit (700 bis 50 v. C.)
    Diese Periode wird durch Töpferwaren mit verschiedenen Formen (Schüsseln, Schalen, Tassen, Töpfe mit Deckeln, Krüge usw.) veranschaulicht. Weiterhin gibt es verschiedene Schmuckstücke, die die künstlerischen Bewegungen dieser Zeit verdeutlichen ( "fibules", Armreifen, Ringe, Ketten, Halsketten mit Perlen). Ein weibliches Skelett, das in Capula ausgegraben wurde, läßt auf die Beerdigungsriten dieser Zeit schließen.

    Das Mittelalter
    Das Geschirr ist original (kleiner pisanischer Krug aus dem 14. Jahrhundert und bemalte Keramik) und einige Münzen bestätigen die Besetzung der Insel durch Pisa und später durch Genua.

  • Das Museum für korsische Prähistorie [ Sartène ]

 

Die Museen der Neuzeit und Gegenwart

Einige Bücher, um mehr zu erfahren....

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