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Eine üppige Tafel
Fässer aus Kastanienholz |
Kastanienmehl [Fotos Desjobert] |
Die korsische Tafel und Küche, respektvoll den Traditionen gegenüber, sind
die Spiegelbilder einer Natur, die nur sehr schwer zu kultivieren ist. Aber
ihre Vielfältigkeit, weise genutzt, ist in der Lage jedem Korsen - der Morgens
ein einfacher Schäfer oder Bauer der Ebene ist und am Abend auf die Jagd geht
- den Komfort einer intelligent zubereiteten und fröhlich geteilten Mahlzeit
zu bieten.
So wird der Kastanienbaum für die Herstellung der Fässer genutzt, in denen der
Wein langsam heranreift, während die Kastanie zur Pulenta verarbeitet wird,
den wilden Eber ernährt oder das Spanferkel für das Festmahl mästet.
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- Die Gütesiegel garantieren die Qualität des Weines
Von den seit der frühen Antike geschätzten korsischen Weinen, tragen heutzutage
über hundert das "AOC" Siegel, das in der französischen Weinhierarchie
die höchste Qualitätsstufe darstellt.
Auf Korsika gibt es acht verschiedene AOC-Weingebiete, die über die ganze
Insel verstreut sind.
- Die Kastanie
- Es gibt historische Einflüsse, die nicht nur Leid und Kummer brachten: die
Einführung des Kastanienbaumes auf Korsika im 16. Jahrhundert (unter dem Joch
der genuesischen Herrschaft) ist ein exzellentes Beispiel dafür.
Als letzte der fünf Pflanzenarten (Wein, Feigenbaum, Maulbeerbaum, Olivenbaum),
die Korsika anpflanzen mußte, um eine Nahrungsmittelknappheit zu vermeiden,
erwies sich der Kastanienbaum schnell als "Brotfruchtbaum"
der Insel. Er wurde zur Quelle des Reichtums und Ruhms für die Bergregion,
die ihm seinen Namen verdankt: la Castagniccia
und schon bald zum Lebensbaum Korsikas.
- Wurstwaren
- Die korsischen Wurstwaren, deren Berühmtheit schon vor langer Zeit über
die Küsten Korsikas hinausging, werden nach uralten Ritualen hergestellt.
Das Fleisch stammt von "freilaufenden Schweinen", die größtenteils
in der freien Natur gezüchtet werden. "Hausschweine, schwarz wie ihre
Artgenossen aus den Wäldern - weil sie ständig mit diesen wilden Tieren in
Kontakt kommen, wenn sie durch die Waldgebiete streifen." (Goury de Champgrand,
Geschichte der Insel Korsika - 1772).
- Die Schäfer und ihre Herden [ Käse und
Brucciu ]
- Mit der korsischen Milchproduktion geht auch die Vermarktung von Fleisch
und Schenkeln der Ziege - Caprettu - einher. Auf Holzkohle geröstet, mit Knoblauchzehen
gespickt und mit etwas Saft von gegrilltem Speck (Panzetta) beträufelt; oder
in einer Sauce gekocht und mit Bruccioravioli serviert - dieses Fleisch gehört
zu religiösen Festen dazu, vor allem zum Weihnachtsfest. Lammkeule -Agnellu-
dagegen wird eher zu Ostern gegessen.
- Das Wildbret
- Der Eber, Prinz des Dickichts, der sich von wilden Beeren und Kastanien
ernährt oder aber in Obstplantagen Trauben und Feigen stiehlt, gibt den unermüdlichen
Jägern Gelegenheit, das ganze Wochenende lang, den ganzen August und Februar
über, ihrem Lieblingssport nachzugehen. Die Jagd geschieht in Form von "battues",
die sich über mehrere Hektare von Dickicht und Unterholz hinziehen können.
Das Fleisch dieses auf der Insel weitverbreiteten Tieres entzückt die Gourmets
- ob es nun gebraten oder gekocht als Ragout ( Tianu ) serviert wird. Die
Zeremonie des Teilens der Beute zwischen den Jägern ist ein gutes Beispiel
für den Respekt, der den "Älteren" entgegengebracht wird.
Die Tauben und Rebhüner mit Kohl und einer Tomatensauce mit Nepita (Wildpflanze),
lassen einen die gerösteten Amseln, deren unangebrachte Jagd heutzutage
verboten ist, auf delikate Art vergessen.
- Fisch und Meeresfrüchte
- Die Geschenke der Gebirgsbäche, Aale und Forellen, wurden früher direkt
auf heißen Kieselsteinen gebraten und werden heutzutage meist auf Holzkohle
gegrillt. Sie stehen in geschmacklicher Konkurrenz zu ihren Verwandten aus
dem Meer: Goldmakrele, Seebarbe, "bianchettis", Skorpionfische,
Barsche, Langusten, Tintenfische und der unnachahmlichen Bouillabaisse (Fischsuppe)
- der Aziminu - . Die Seeigel und Austern aus den Binnenmeeren von Diana oder
Urbino kann man dagegen unter der Sonne der milden Inselwinter pur genießen.
Entdecken Sie das Meer, Flüsse und das Fischen.
Restaurant U Pescadori
- Die Suppen
- werden heutzutage als Vorspeise mit Gemüsen, wilden Kräutern, Bohnen, Löwenzahn,
Zwiebeln, Knoblauch und Speck serviert. Suppen waren für lange Zeit das Hauptgericht
eines Landbewohners.
- Pasta
- Wahrscheinlich ein Erbe der italienischen Vergangenheit: mit Tomatensauce,
gekocht im Olivenöl der Insel, oft gefüllt mit Brucciu (Ravioli oder Cannelloni),
Wildschwein (Lasagne), oder mit Langusten serviert hat sie oft einen Ehrenplatz
in der traditionellen Küche.
- Andere natürliche Produkte
- Wenn im Frühling der Duft der Macchia und des Lebens in uns Inspirationen
wie bei einem Künstler hervorruft, torkeln die Bienen "Töchter des Lichts"
benommen vom Nektar der Blüten von "cistes", Ginsterbüschen, Hagedornsträuchern
oder Limonenbäumen durch die Luft. Dieser süße bernsteinfarbene Honig bereichert,
genau wie der Gelee der wilden Arbutusbeeren ("Erdbeeren des Winters"),
den Geschmack des Brucciu.
Die Insel ist nicht nur von Natur aus die grünste im Mittelmeer: Dank ihrer
Bewohner ist sie auch der 4. größte Obstgarten der Welt, mit einer jährlichen
Ernte von ca. 35.000 Tonnen Mandarinen, weit über ihre Grenzen hinaus bekannt
und berühmt.
Zu den typischen und .., charakteristischen korsischen Produkten zählen
auch: Marmelade, Mandarinenlikör- oder wein, Orangenwein, Arbutuslikör,
Zitronenkonfitüre, Myrthe- oder Kastanienlikör - nicht zu vergessen das
"Cap Corse" Aperitif, der schon vor langer Zeit über die Grenzen
des Mittelmeerraums hinaus bekannt wurde. Manche genießen ihn mit einem
Stück Finuchiettu (eine Art Keks, der nicht süß und wie eine 8 geformt ist
und mit Aniskernen gespickt wird).
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